Mein VW Scirocco auf der Anlage des ADAC-Fahrsicherheitstrainings.

Rutschpartie

Mit gut 50 auf dem Tacho kommt das Hindernis so schnell, so überraschend, dass vor ihm eine Vollbremsung nicht mehr möglich ist. Also: Ausweichen – nach links! Und fast schon im gleichen Moment auch wieder nach rechts, um das Auto in der Spur zu halten. In der Spur, die in einer Linkskurve mündet. Meine Hände umklammern das Lenkrad, die Kontrolle darüber haben sie aber nicht mehr. Für den festgefahrenen Schnee ist das Auto einfach zu schnell. Die Reifen haben keine Haftung. Die Räder schieben in Richtung Kurvenäußeres, die Leitplanke kommt immer näher. Also weiterhin mit aller Macht nach links lenken und nicht weniger vehement bremsen. Bis die Waden schmerzen, bis das Schlittern aufhört und bis das Auto endlich sicher steht.

Kaltverformung vermieden! Besser gesagt: Ich hätte sie vermieden. Wäre das die Realität und nicht eine Übung im Fahrsicherheitstraining gewesen. Und im Grenzbereich. Der schmierige Untergrund war auch kein Schnee. Doch was in der Theorie nur eine unter Wasser gesetzte Multifunktionsfläche ist, bleibt in meiner Wahrnehmung auch im zweiten Versuch Schnee. „Und jetzt steigere die Geschwindigkeit nochmal“, rauschte und knackt es aus dem Funkgerät. „Weich dem Hindernis aus oder noch besser: Brems so, dass du vorher zum Stehen kommst.“ Das Hindernis – Wasserfontänen, die aus dem Boden schießen – nimmt bei 50 km/h bereits bedrohliche Züge an. Das vorherige Tempo jedoch ging im direkten Vergleich nahezu leicht von der Hand: Es waren 40 km/h.

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